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À conto Zah­lun­gen — der rich­tige Umgang mit Hand­wer­kern

Was kön­nen Sie tun, um Hand­wer­kern bei Auf­trags­er­tei­lung durch à cto. Zah­lun­gen von bis zu 50% nicht aus­ge­lie­fert zu sein?

In unse­rer Face­book­gruppe „FREUDE BEIM BAUEN“ bie­ten wir eine pro­fes­sio­nelle und kom­pe­tente Platt­form für pri­vate Bau­her­ren zum Erfah­rungs­aus­tausch. Hier haben Bau­her­ren auch die Mög­lich­keit kon­krete Fra­gen zu Ihrem Bauvorhaben zu stel­len oder auch Hilfe zu suchen, wenn sie eine Frage zum Bau­ab­lauf haben. 

Für die nach­fol­gende Frage einer Bau­her­rin sind wir sehr dank­bar, da viele Bau­her­ren davon betrof­fen sind: 

Hallo zusam­men, wir bauen aktu­ell ein Ein­fa­mi­li­en­haus und wol­len die Fens­ter in Auf­trag geben. Man ver­langt eine Anzah­lung von 50%, damit die Fens­ter in Pro­duk­tion gehen. Ist das “nor­mal” bzw. rech­tens? Was wür­det Ihr emp­feh­len?“

 

BAU­GLÜCK Grün­de­rin Manuela Rei­bold-Rolin­ger hat Eini­ges dazu zu sagen:

Zunächst ist mir voll­kom­men klar, dass die Hand­wer­ker in der aktu­el­len Zeit die Auf­trags­bü­cher voll haben und nicht um Auf­träge kämp­fen müs­sen. Das war von eini­gen Jah­ren noch ganz anders. Immer wie­der kom­men Bau­her­ren in meine Kanz­lei und sagen, dass sie sich, trotz Unbe­ha­gen auf sol­che For­de­run­gen ein­ge­las­sen haben, um den Hand­wer­ker nicht zu ver­lie­ren. 

Ja, das ist ver­ständ­lich, aber NICHT UM JEDEN PREIS! Es geht um IHR GELD, dem ein­zi­gen Trumpf, den Sie haben.

Der Unter­neh­mer ist Vor­leis­tungs­pflich­tig — nicht der Bau­herr

Das Gesetz sieht im Werk­ver­trags­recht vor, dass der UNTER­NEH­MER VOR­LEIS­TUNGS­PFLICH­TIG ist und NICHT der Bau­herr. Daher darf der Unter­neh­mer grund­sätz­lich kei­nen Vor­schuss auf eine noch nicht erbrachte Leis­tung for­dern son­dern nur, Abschlags­zah­lun­gen für bereits erbrachte Teil­leis­tun­gen. Das ergibt sich aus § 632a BGB.

Was § 632a BGB vor­sieht:

Dort ist vor­ge­se­hen, dass eben nur dann gezahlt wird, wenn schon eine Leis­tung ersicht­lich ist. Wenn der Unter­neh­mer kein Vor­leis­tung erbrin­gen will, dann kön­nen Sie ent­we­der,

  1. Den Ver­trag gar nicht erst abschlie­ßen.
  2. Dem Unter­neh­mer eine Finan­zie­rungs­be­stä­ti­gung Ihrer Bank für das Bauvorhaben vor­le­gen
  3. Vom Unter­neh­mer eine Ver­trags­er­fül­lungs- oder Vor­aus­zah­lungs­bürg­schaft for­dern.

Was pas­siert im schlech­tes­ten Fall?

Im schlech­tes­ten Falle haben sie Geld bezahlt und erhal­ten keine Gegen­leis­tung. Es kann auch sein, dass zwar Leis­tun­gen ein­ge­baut wer­den, diese aber man­gel­haft sind, auch dann haben Sie, wenn bereits bezahlt wurde, kei­nen Hebel, um den Unter­neh­mer zur Män­gel­be­sei­ti­gung zu bewe­gen.

Den­ken Sie daran:

Nach dem Gesetz ist der Unter­neh­mer grund­sätz­lich vor­leis­tungs­pflich­tig. Wenn er von Ihnen eine Vor­leis­tung ver­langt und Sie am Unter­neh­mer fest­hal­ten wol­len, dann zah­len Sie nur, nach­dem Ihnen eine Ver­trags­er­fül­lungs­si­cher­heit oder eine Vor­aus­zah­lungs­bürg­schaft vor­ge­legt wurde.

Wich­tig ist, dass Sie JEDEN VER­TRAG VOR UNTER­ZEICH­NUNG prü­fen las­sen und nur nach Vor­lage eine Sicher­heit, die der Unter­neh­mer Ihnen stellt und die von einem Fach­an­walt geprüft wurde, zah­len.

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