Was ist beim Grund­stücks­kauf zu beachten?

15. Jan 2018

In unse­ren Part­ner Kanz­leien bit­ten immer wie­der Bau­her­ren um Hilfe,  die zu früh einen Bau­ver­trag unter­zeich­net haben.  Viele Bau­her­ren machen den Feh­ler, dass Sie den Bau­ver­trag unter­schrei­ben, bevor sie ein Grund­stück erwor­ben haben. Das ist ein ech­ter Kar­di­nals­feh­ler!

Auch ein sol­cher Ver­trag  ist in der Regel gül­tig und bin­dend. Kann nicht gebaut wer­den, weil kein Grund­stück vor­han­den ist, führt dies zu erheb­li­chen Scha­den­er­satz­an­sprü­chen des Unter­neh­mers. Das kann sehr teuer wer­den für den Bau­her­ren, bevor es über­haupt mit dem Bau los­ge­gan­gen ist.
Erst wenn ein Grund­stück vor­han­den ist und die­ses bebaut wer­den darf und die Bau­vor­schrif­ten bekannt sind, kann man sich mit einem Unter­neh­mer, der auf die­sem Grund­stück ein Haus errich­ten will, seriös unter­hal­ten.

Bevor der Bau­ver­trag unter­zeich­net wird, MUSS ein Boden­gut­ach­ten ein­ge­holt wer­den und der Unter­neh­mer das Grund­stück tat­säch­lich gese­hen haben. Erst dann kann er auf Grund­lage der Inaugen­sch­ein­nahme des Grund­stü­ckes, der Kennt­nis der ört­li­chen Bau­vor­schrif­ten und des Ergeb­nis­ses des Boden­gut­ach­tes ein SERIÖ­SES Ange­bot abge­ge­ben wer­den. Diese Rei­hen­folge sollte DRIN­GEND ein­ge­hal­ten wer­den !

Doch zurück zum 1. Schritt, dem Grund­stücks­kauf:

  • Auch der Grund­stück­kauf sollte wohl über­legt sein und wird im idea­len Falle von einem Fach­an­walt vor Unter­zeich­nung geprüft. Kon­tak­tie­ren Sie uns — Wir ver­mit­teln Ihnen ent­spre­chende Exper­ten hier­für.
  • Ein Grund­stücks­kauf muss IMMER bei einem Notar beur­kun­det wer­den, wenn ihnen jemand ein Grund­stück ohne Notar­ver­trag anbie­tet, führt dies zur Unwirk­sam­keit des Ver­tra­ges.
  • Der Notar ist ihnen gegen­über ver­pflich­tet für die Prü­fung des Ver­tra­ges min­des­tens 14 Tage ein­zu­räu­men und auf Ihre Nach­frage hin seine Urkunde zu erläu­tern. Nut­zen Sie diese Mög­lich­keit. Ein Notar ist zur Objek­ti­vi­tät und Infor­ma­tion ver­pflich­tet. Soll­ten Sie Zwei­fel an der Unab­hän­gig­keit des Notars haben, zögern Sie nicht, einen eige­nen Notar vor­zu­schla­gen, schließ­lich bezahlt in der Regel der den Notar, der das Grund­stück erwirbt.
  • Sie soll­ten im Zusam­men­hang mit dem Notar­ver­trag das Grund­stück zuvor gese­hen haben und wis­sen, wie die ört­li­chen Bau­vor­schrif­ten und Bebau­ungs­pläne sind. Nichts ist trau­ri­ger als die ( zu ) späte Gewiss­heit, dass man auf dem Grund­stück nicht so bauen kann, wie man sich das vor­ge­stellt hat.
  • Im Ver­trag muss auf jeden Fall gere­gelt wer­den, dass das Grund­stück bebau­bar ist. Falls das Grund­stück noch bebaut ist und abge­ris­sen wer­den muss oder Bäume gefällt wer­den müs­sen, muss auch dies im Ver­trag gere­gelt wer­den.
  • Idea­ler­weise erhält man vor dem Kauf vom Käu­fer die Erlaub­nis ein Boden­gut­ach­ten zum Bau­grund ein­zu­ho­len. So kauft man nicht die Katze im Sack!
  • Wich­tig, wie die Klar­heit über den Bau­grund ist auch die Klar­heit über den Inhalt des Grund­bu­ches. ( Das ist quasi der Aus­weis des Grund­stücks ) Dort ist immer ver­merkt, inwie­fern das Grund­stück genutzt wer­den kann, ob es durch Grund­schul­den belas­tet oder durch ein Wege oder Fahr­recht eines Nach­barn in der Bebau­bar­keit beein­träch­tigt ist.
  • Der Notar sieht das Grund­buch ein. Sie soll­ten dies aber grund­sätz­lich auch selbst tun. Ein Vor­spra­che beim Grund­buch­amt kos­tet nur wenige Minu­ten und 20 Euro für den aktu­el­len Aus­zug aus dem Grund­buch­blatt. Erst dann haben Sie Gewiss­heit, dass das Grund­stück frei von Las­ten Drit­ter ist und beschränkt ist oder wer tat­säch­lich ein­ge­tra­ge­ner Eigen­tü­mer des Grund­stücks ist.
  • Mit dem Käu­fer sollte man sich dann auch über die Kauf­preis­zah­lung und die Über­gabe des Grund­stücks eini­gen und seine Haf­tung klä­ren, falls es zu einer Ver­schlech­te­rung des Grund­stücks kommt. Hierzu kann man sich auf die For­mu­lie­rungs­vor­schläge des Notars verlassen.Aber auch beim Grund­stücks­kauf gilt:  Augen auf und einen Bera­ter hin­zu­zie­hen, damit es nicht zu Über­ra­schun­gen kommt. Nur wer weiß, wor­auf man ach­ten muss, kann wis­sen, wie man sich schützt.

     

    BAU­GLÜCK hilft gern bei der Ver­mitt­lung ent­spre­chen­der Part­ner.