Die 6 Meilensteine des optimalen Bauablaufs – #1

Meilenstein 1 – Der Grundstückskauf  

In unseren Partner Kanzleien bitten immer wieder Bauherren um Hilfe,  die zu früh einen Bauvertrag unterzeichnet haben.  Viele Bauherren machen den Fehler, dass Sie den Bauvertrag unterschreiben, bevor sie ein Grundstück erworben haben. Das ist ein echter Kardinalsfehler!

Auch ein solcher Vertrag  ist in der Regel gültig und bindend. Kann nicht gebaut werden, weil kein Grundstück vorhanden ist, führt dies zu erheblichen Schadenersatzansprüchen des Unternehmers. Das kann sehr teuer werden für den Bauherren, bevor es überhaupt mit dem Bau losgegangen ist.

Erst wenn ein Grundstück vorhanden ist und dieses bebaut werden darf und die Bauvorschriften bekannt sind, kann man sich mit einem Unternehmer, der auf diesem Grundstück ein Haus errichten will, seriös unterhalten.

Bevor der Bauvertrag unterzeichnet wird, MUSS ein Bodengutachten eingeholt werden und der Unternehmer das Grundstück tatsächlich gesehen haben. Erst dann kann er auf Grundlage der Inaugenscheinnahme des Grundstückes, der Kenntnis der örtlichen Bauvorschriften und des Ergebnisses des Bodengutachtes ein SERIÖSES Angebot abgegeben werden.

Diese Reihenfolge sollte DRINGEND eingehalten werden !

Doch zurück zum 1. Schritt, dem Grundstückskauf:

  • Auch der Grundstückkauf sollte wohl überlegt sein und wird im idealen Falle von einem Fachanwalt vor Unterzeichnung geprüft. Kontaktieren Sie uns – Wir vermitteln Ihnen entsprechende Experten hierfür.
  • Ein Grundstückskauf muss IMMER bei einem Notar beurkundet werden, wenn ihnen jemand ein Grundstück ohne Notarvertrag anbietet, führt dies zur Unwirksamkeit des Vertrages.
  • Der Notar ist ihnen gegenüber verpflichtet für die Prüfung des Vertrages mindestens 14 Tage einzuräumen und auf Ihre Nachfrage hin seine Urkunde zu erläutern. Nutzen Sie diese Möglichkeit. Ein Notar ist zur Objektivität und Information verpflichtet. Sollten Sie Zweifel an der Unabhängigkeit des Notars haben, zögern Sie nicht, einen eigenen Notar vorzuschlagen, schließlich bezahlt in der Regel der den Notar, der das Grundstück erwirbt.
  • Sie sollten im Zusammenhang mit dem Notarvertrag das Grundstück zuvor gesehen haben und wissen, wie die örtlichen Bauvorschriften und Bebauungspläne sind. Nichts ist trauriger als die ( zu ) späte Gewissheit, dass man auf dem Grundstück nicht so bauen kann, wie man sich das vorgestellt hat.
  • Im Vertrag muss auf jeden Fall geregelt werden, dass das Grundstück bebaubar ist. Falls das Grundstück noch bebaut ist und abgerissen werden muss oder Bäume gefällt werden müssen, muss auch dies im Vertrag geregelt werden.
  • Idealerweise erhält man vor dem Kauf vom Käufer die Erlaubnis ein Bodengutachten zum Baugrund einzuholen. So kauft man nicht die Katze im Sack!
  • Wichtig, wie die Klarheit über den Baugrund ist auch die Klarheit über den Inhalt des Grundbuches. ( Das ist quasi der Ausweis des Grundstücks ) Dort ist immer vermerkt, inwiefern das Grundstück genutzt werden kann, ob es durch Grundschulden belastet oder durch ein Wege oder Fahrrecht eines Nachbarn in der Bebaubarkeit beeinträchtigt ist.
  • Der Notar sieht das Grundbuch ein. Sie sollten dies aber grundsätzlich auch selbst tun. Ein Vorsprache beim Grundbuchamt kostet nur wenige Minuten und 20 Euro für den aktuellen Auszug aus dem Grundbuchblatt. Erst dann haben Sie Gewissheit, dass das Grundstück frei von Lasten Dritter ist und beschränkt ist oder wer tatsächlich eingetragener Eigentümer des Grundstücks ist.
  • Mit dem Käufer sollte man sich dann auch über die Kaufpreiszahlung und die Übergabe des Grundstücks einigen und seine Haftung klären, falls es zu einer Verschlechterung des Grundstücks kommt. Hierzu kann man sich auf die Formulierungsvorschläge des Notars verlassen.

Aber auch beim Grundstückskauf gilt:  Augen auf und einen Berater hinzuziehen, damit es nicht zu Überraschungen kommt. Nur wer weiß, worauf man achten muss, kann wissen, wie man sich schützt. BAUGLÜCK hilft gern bei der Vermittlung entsprechender Partner.

Gut geprüft ist besser gekauft!

Hier finden Sie die Informationen zu Meilenstein 2 – DAS BODENGUTACHTEN