Die 6 Meilensteine des optimalen Bauablaufs – #3

Meilenstein 3 – DIE PLANUNGSPHASE

Gut geplant ist besser gebaut!

Viele Bauherren schenken der Planungsphase viel zu wenig Aufmerksamkeit, dabei ist diese Phase die wichtigste beim Hausbau.
Hier werden die Weichen gestellt für einen reibungslosen Bauablauf.

Wenn hier die richtigen Entscheidungen getroffen und bis ins Detail durchgeplant werden, gehen Sie Ärger, Enttäuschungen, aber vor allem Zeit- und Kostenfallen von vornherein aus dem Weg.

Grundlage der Planung eines Neubauvorhabens  muss IMMER das Bodengutachten sein, über das ich im letzten Newsletter berichtet habe. Ohne Bodengutachten kann kein Unternehmer seriös planen, geschweige denn ein Angebot abgeben.

Auch bei der Planung von Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen ist eine Planung unbedingt erforderlich, um nicht vom Umfang und den Kosten überrascht zu werden.

TiPP: Bevor die Planung beginnt, unabhängige Bauherrenberater und Bauanwälte zu Rate ziehen, die gemeinsam mit Ihnen als Bauherren eine TASKFORCE bilden und Sie so gut aufstellen, damit nichts schief gehen kann. Hierbei darauf achten, dass die Berater die „ Verbraucherbrille“ auf haben!

Wenn unzureichend oder falsch geplant wird, kann es zu Baukostenüberschreitungen, Bauverzug und sogar zum Baustopp kommen – Szenarien, die sich kein Bauherr wünscht! Daher sollte der kluge Bauherr vorbauen und so früh wie möglich ein Beratungsteam um sich bilden. Diese Taskforce wird als starker Partner vor, während und nach der Bauphase dafür sorgen, dass es nicht zu Bauablaufstörungen kommt, die die junge Baufamilie in finanzielle, berufliche und persönliche Bedrängnis führen können.

Gute Planung schützt vor bösen Überraschungen und daher sollte man beim Hausbau zunächst prüfen lassen, was im Rahmen der örtlichen Vorgaben rechtlich zulässig ist. Der Bebauungsplan und seine Festsetzungen sind die Basis für das geplante Eigenheim. Hier kann der Bauanwalt helfen, die Regelungen der Städte und Gemeinden verständlich und transparent zu machen. Auch die vorgelegten Bauverträge müssen gründlich unter die Lupe genommen, werden, der Vertragsinhalt, die Bauzeit, der Zahlungsplan, werden vom Anwalt so geprüft und notfalls korrigiert,  dass ein Vertrag unterzeichnet werden kann, der ein solides Fundament für die Zukunft ist. Das Baurecht ist ein sehr komplexer Bereich. Es muss genau geregelt werden:

  • Wer hat welche Aufgaben und Verantwortungen
  • Was ist insgesamt Inhalt der Bauleistung und was muss GENAU gebaut werden
  • Was ist Grundlage der Planung?
  • Was soll genau welche Bauleistung wieviel kosten? Gibt es klare Kostentransparenz?
  • Wer haftet für Fehler und wie lange?
  • Wer übernimmt welches Risiko?
  • Liegen alle Haftpflichtdaten und Versicherungen vor?
  • Was ist für den Streitfall vorgesehen?

Es gilt die KOOPERATIONSPFLICHT AM BAU. Gemeinsam sollte man das Ziel einer mangelfreien Herstellung des Hauses verfolgen. Wenn es bereits während der Bauphase zu Mängel kommt, muss man gemeinsam mit seiner Taskforce diesen Mängeln entgegenwirken und die richtigen Maßnahmen ergreifen, um keine Rechte zu verlieren. Wie man seine Recht während der Bauphase wahrt und mit Krisen auf der Baustelle umgeht, erläutere ich im nächsten Newsletter.

Fazit: Planung ist der Schlüssel zum Glück.

Die optimale Planung setzt voraus:

>       Bilden einer „Taskforce“ aus Bauherr, juristischem und bautechnischen Begleiter

>       Einholen eines Bodengutachtens

>       Prüfung des Bebauungsplanes und der örtlichen Gestaltungsrichtlinien

>       Vorlage dieser Fakten an den Bauunternehmer

>       Bauvertrag durch den juristischen Begleiter prüfen lassen

>       Bau- und Leistungsbeschreibung durch Taskforce prüfen lassen

>       Notwenige vertragliche Änderungen und Ergänzungen vornehmen lassen

Manuela Reibold-Rolinger